“Berlin hält nicht still, aber einiges aus.“

Milena Zwerenz, Journalistin

Zwischen Mauerpark & Gesundbrunnen

Damals Grenzstreifen - heute Treffpunkt von Multi-Kulti

Zu Zeiten der Teilung Berlins befand sich auf dem heutigen Parkgelände der Grenzstreifen der Berliner Mauer. Von 1961 bis 1989 war das Gebiet unpassierbar. Nach der Wiedervereinigung wurde der Mauerstreifen zur öffentlichen Grünfläche. Nach einigen Umbauarbeiten durch den Landschaftsarchitekten Gustav Lange eröffnete der Mauerpark offiziell genau fünf Jahre nach dem Mauerfall, am 9. November 1994. Heute ist das Gelände neben dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und der Max-Schmeling-Halle besonders an den Wochenenden ein beliebter Ort zum Verweilen. Der berühmte Flohmarkt sowie zahlreiche Veranstaltungen ziehen besonders bei schönem Wetter Woche für Woche Tausende Einheimische und Touristen aus aller Welt zum geselligen Beisammensein an.

Direkt angrenzend an den Mauerpark, auf der Ostseite, befindet sich die Graunstraße. Dort wird aktuell das Haus mit der Nummer 5 umfangreichen Sanierungsmaßnahmen unterzogen, sodass es schon bald in ganz neuem Gewand erstrahlen wird – ein äußerst interessantes Objekt mit modernen Wohnstandards und Ausblick auf den Mauerpark.

Prenzlauer Berg - Der gutsituierte Szenestadtteil

Prenzlauer Berg, auch „Prenzlberg“ genannt, ist ein gutsituierter Szenestadtteil Berlins. Die Besiedelung und Entwicklung dieses Stadtteils, heute auch über die Grenzen Berlins hinaus bekannt, setzte gleich nach der Wende ein. Daher gilt Prenzlauer Berg als Vorreiter aller Szenebezirke. Nach wie vor zieht der kreative Bezirk mit einem gewissen Wohlstand junge Leute und alternative Lebensformen an, vornehmlich Studenten und Künstler. Gewisse Kieze sind aber mittlerweile nur noch für Gutbetuchte erschwinglich.
Zahlreiche trendige Cafés, Kneipen, Clubs, Restaurants, Bars, Galerien und Theater machen die Nacht zum Tag und den Stadtteil zum Touristenmagnet werden, besonders die Gegenden um den Kollwitz- und Helmholtzplatz sowie den Mauerpark.
Das Interesse an Prenzlauer Berg, der noch vor 20 Jahren ein heruntergekommenes Viertel war, rührt wohl von dem schönen Wohnflair: Prenzlauer Berg ist das größte (zusammenhängende) Gründerzeitaltbaugebiet Deutschlands. Malerische Plätze und Straßenzüge sind hier keine Seltenheit, dazu gesellen sich die vielen Cafés und Läden.
Zudem gilt Prenzlauer Berg mit seinem jungen Publikum als äußerst kinderfreundlich und weist sogar im Bundesvergleich eine der höchsten Geburtenraten auf.

Mauerpark - ein Lebensgefühl & kulturelles Miteinander

Neben Flohmarkt und Karaoke wird der Mauerpark auch zu anderen Gelegenheiten voll: An Ostern verstecken Familien aus dem Prenzlauer Berg Eier im Gras und spazieren den Parkweg entlang. Zur Walpurgisnacht tanzen Berliner und Besucher friedlich in den Mai. Und am 21. Juni jedes Jahres, zur Fête de la Musique, steht eine der Hauptbühnen im Mauerpark und animiert ebenfalls zum Tanzen und Feiern. Ob Familie oder Hipster, Jogger oder Radfahrer – sie alle sind im Mauerpark unterwegs. Kinder freuen sich über die Jugendfarm Moritzhof, wo sie den Umgang mit Tieren und das Handwerk vom Bauernhof lernen. Hipster shoppen rund um den Mauerpark in den vielen Cafés und den Designläden in den Kiezen Kastanienallee und Gleimstraße. Der Berliner Mauerweg führt direkt durch den Mauerpark. Er ist nicht nur Laufstrecke für Jogger, sondern auch Sightseeing-Route für Radfahrer.
Wer hier lebt oder auch nur zu Besuch ist, der kennt das Lebensgefühl, das diesen unvergleichlichen Ort ausmacht und den man immer wieder gerne aufsucht.

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